EU-weite Qualifizierung für alle gewerblich tätigen Fahrer/innen

Hintergrund:

 

Der Rat der Europäischen Gemeinschaft hat beschlossen, dass die Ausbildung in allen Mitgliedsstaaten ein bestimmtes Mindestniveau erreichen soll. Die Umsetzung der Richtlinie hat zum Ziel, die Sicherheit im Straßenverkehr und die Sicherheit der Fahrer nachhaltig zu verbessern.

 

 

 

Verbesserung des Berufsbildes:

 

Eine obligatorische Berufsausbildung war bisher nur in einigen Mitgliedsstaaten vorgesehen. Die Mehrzahl der Berufskraftfahrer/innen führte ihren Beruf bislang lediglich auf Grundlage des Führerscheins aus. Mit der Qualifikation durch einen Befähigungsnachweis soll auch die Attraktivität und das Ansehen des Berufsstandes angehoben werden.

 

 

 

Betroffene Personen.

 

Grundsätzlich betrifft dies alle Kraftfahrer/innen in den EU-Mitgliedsstaaten, so wie Fahrer eines Drittlandes, die für ein in einem Mitgliedsstaat niedergelassenes Unternehmen tätig sind. Alle selbständigen und angestellten Fahrer/innen, die Fahrten zu gewerblichen Zwecken (dieses umfasst auch Werksverkehr und Transporthilfstätigkeiten) auf öffentlichen Straßen durchführen, müssen ihre Befähigung nachweisen, wenn sie folgende Kraftfahrzeuge führen:

 

  • Fahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse größer als 3,5 Tonnen im Güterverkehr (Fahrerlaubnis der Klassen C1,C1E,C,CE)
  • Fahrzeuge mit mehr als 8 Fahrgastplätzen im Personenverkehr (Fahrerlaubnis der Klassen D1,D1E,D,DE)

 

Ab wann braucht man eine Grundqualifikation?

 

Alle Busfahrer/innen die ihre Grundqualifikation nach dem 9 September 2008 erwarben und alle LKW Fahrer/innen, die ihre Fahrerlaubnis nach dem 9 September 2009 erwerben, müssen nach absolvierter Grundqualifikation und bestandener Prüfung(bei der zuständigen Industrie und Handelskammer IHK) ihre Befähigung nachweisen.

 

 

 

Besitzstand:

 

Personen, die vor den Stichtagen ihre Fahrerlaubnis erworben habe, fallen unter die Besitzstandsregelung. Der Befähigungsnachweis muss erst ab dem 10.09.2013 bzw. 10.09.2014 mitgeführt werden. Er wird erst nach einer durchgeführten Weiterbildung eingetragen.

 

 

 

Dokumentation:

 

Der Nachweis erfolgt durch Eintragung der Schlüsselzahl 95 in den Scheckkarten- Führerschein. Hiermit wird die Qualifikation für fünf Jahre nachgewiesen. Danach ist eine neue Schulungsbescheinigung vorzulegen. Der Führerschein ist dann jeweils zu erneuern.